Vorangestelltes Schuljahr

Übergang Kindergarten - Schule

Die Verbindung zwischen Kindergarten und Schule ist intensiv. Es finden regelmäßige Treffen statt, um an Themen gemeinsam zu arbeiten die sich mit der Entwicklung und den Bedürfnissen der Kinder im Vorschulalter befassen. Ein weiterer Schwerpunkt dieser Treffen ist, sich kollegial zu unterstützen. An diesen Treffen nehmen Kollegen des Aufnahmegremiums, Erzieherinnen aus den umliegenden Kindergärten, sowie die Lehrerin der Übergangsklasse teil.

Unsere Übergangsklasse

Unserer Arbeit in der Übergangsklasse, die auch begrifflich die Idee der Eingangsstufe analog der staatlichen Schule verdeutlicht, liegt das Curriculum der Landesfachberatung Eingangsstufe der LAG Hessen zu Grunde.

Allgemeine Ziele sind eine umfassende Sinnes- und Wahrnehmungsschulung. Dabei wird der Sinneslehre Rudolf Steiners gefolgt, welche neben den üblichen Sinnesbereichen des Menschen noch den Sprach-, Denk- und Ichsinn umfasst. Die Stärkung der individuellen Persönlichkeit, das Vertrauen in die Selbstwirksamkeitskompetenz, sowie die Freude am Lernen und die Lust zur Arbeit wird angestrebt.
Dabei haben die pädagogischen Fachkräfte eine besondere Bedeutung. Sie sollen in den Kindern die für das Alter typischen Nachahmungskräfte wecken und fördern und muss dafür stets ihre innere und äußere Haltung und Stimmung reflektieren. Gleichzeitig wenden sie sich aufmerksam den Kindern zu. Einerseits geschieht dies in respektvoller Distanz, um die Kinder nicht einzuschränken, andererseits sollen sie den Kindern ein Schutzgefühl vermitteln und sich auf eine die Bedürfnisse des Kindes achtende, persönliche Beziehung einlassen.

Im Unterricht spielen Kraftanstrengung, Ausdauer und Konzentration eine übergeordnete Rolle, die die Kinder in einer altershomogenen Gruppe auch untereinander fordern. Zielgerichtetes Arbeiten, Verständnis für Aufgaben, Einhaltung von Regelungen, sowie die Beachtung der Bedürfnisse der Gemeinschaft werden im Übergangsjahr angemessen geübt und gefördert.

Der Vormittag ist rhythmisch gegliedert, freie und angeleitete Tätigkeiten wechseln sich ab. Eingebettet in Begrüßungsritual, rhythmisch-musikalische, sprachliche Bewegungsspiele im Kreis und das tägliche Hören einer Geschichte oder eines Märchens gibt es zwei lange Freispielphasen (60 bis 90 Min.), eine drinnen und eine draußen.

Angeleitete Tätigkeiten sind wöchentlich:
- Eurythmie
- Spielturnen
- Malen (Aquarellieren)
- Plastizieren (Ton, Knetwachs...)
- Handwerkliche Tätigkeiten oder Handarbeit

In der Übergangsklasse wird das Frühstück täglich von den Kindern und der Lehrerin vorbereitet und gemeinsam eingenommen.
Die Jahreszeiten und die im Jahreslauf liegenden Feste prägen den Vorklassenalltag und geben eine erweiterte Struktur.

Der Tag beginnt um 7.40 Uhr und endet um 12.40 Uhr. Für Familien, die eine längere Betreuung brauchen, gibt es die Möglichkeit ihre Kinder zum Essen und für die Pädagogische Mittagsbetreuung anzumelden.

Wir gewährleisten in diesem ersten vorangestellten Schuljahr in der Klasse ein Co-Teaching, um die Schüler ihrem individuellen Entwicklungsstand entsprechend in ihre weitere Schullaufbahn zu begleiten. Dabei ist im Interesse des jeweiligen Kindes auch ein zweijähriger Verbleib in dieser Klasse prinzipiell möglich.

Alle Reche vorbehalten. Waldorfkindergarten- und Schulverein Dietzenbach e.V.